Mitgliedermagazin der Vereinigung Cockpit

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit über einem Monat dauert der Krieg in der Ukraine nun schon an. Immer wieder erreichen uns Nachrichten von Angriffen, grausamen Verbrechen und schrecklicher Zerstörung, von Menschen, die fliehen und um ihr Leben fürchten müssen. Was wir uns bis dahin kaum vorstellen konnten, ist traurige Realität geworden: Ein Krieg mitten in Europa, nur wenige Flugstunden von uns entfernt. Seine Folgen sind nicht absehbar und sorgen weltweit für Entsetzen und Verunsicherung.

04/14/2022 Editorial von Stefan Herth

© Vereinigung Cockpit

Auch die Luftfahrt als internationale Branche ist von den Auswirkungen dieses Krieges betroffen. Aber gerade unsere Branche steht wie kaum eine andere dafür, Austausch, Kooperation und gegenseitigen Respekt über Länder und Kulturen hinweg zu unterstützen. Werte, die jeder von uns schätzt, repräsentiert und vertritt. In diesem Sinne hoffen wir weiterhin auf Erfolge auf diplomatischem Wege, die eine Beilegung des Konfliktes und ein Ende der Kampfhandlungen ermöglichen.

Ein Ende der Kämpfe ist jedoch noch nicht absehbar und einstweilen können wir nur unser Möglichstes versuchen, um die humanitäre Katastrophe zu lindern, die dieser Krieg verursacht. Dabei kann jeder und jede von Euch helfen. Zahlreiche Hilfsorganisationen organisieren die Lieferung von Hilfsgütern oder bereiten sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Unsere Dachorganisationen IFALPA und ECA stehen in Kontakt mit Verbänden und Behörden, um ukrainische Piloten sowie deren Familien zu helfen und unterstützen weitere luftfahrtspezifische Initiativen.

Die VC hat nicht die Expertise, dabei selbst aktiv zu werden, aber zahlreiche Hilfsorganisationen, die in der Ukraine vor Ort helfen oder Geflüchtete in den Aufnahmeländern unterstützen, sammeln Spenden. Wir folgen der Empfehlung der ECA, sich an bekannte international agierende und unparteiische Organisationen, wie z.B. das Rote Kreuz oder das World Food Programme der Vereinten Nationen, zu wenden. Aber einige von Euch haben sich auch bereits mit Ideen für private Initiativen bei uns gemeldet. Wir werden versuchen, Euch bei der Vernetzung zu unterstützen, damit Eure Hilfe ankommt.

Euer 

Stefan Herth